Rwe Ag · XETR:RWE
Rwe — RWE Dea — Corporate Update (December 2011)
29 slides from Rwe's corporate update, Dec 8, 2011
Slide 1: Völkersen Nord Z1 Sanierung eines Leckageschadens
Völkersen Nord Z1 Sanierung eines Leckageschadens
Slide 2: Vorgehen nach Entdeckung der Leckage am 22. August um 17:45 Uhr
Vorgehen nach Entdeckung der Leckage am 22. August um 17:45 Uhr > Sofortige Stilllegung der Lagerstättenwasserleitung > Umgehende Information der zuständigen Behörden (Landkreis Verden, Bergamt) > Sofortmaßnahmen zur Sicherung des Schadens und Umsetzung der Sanierung > Konsequenz 1: Prophylaktischer
Slide 3: Inhalt
Inhalt > Beschreibung des Förderprozesses > Darstellung des aufgetretenen Schadens > Ursache > Auswirkungen auf die Umwelt > Sanierungskonzept > Aktuelle Ergebnisse > Fazit RWE Dea AG 08.12.2011 LaWa-Austritt Völkersen Nord Z1 Seite 3
Slide 4: Gasförderung
Gasförderung Erdgas Erdgas Leitungsnetz Reduktion: Druck und Druck und Temperatur hoch Temperatur Freiwasser Abscheider Kohlenwasserstoffe Lagerstättenwasser Sammelbehälter: Lagerstättenwasser Schwerkrafttrennung Kohlenwasserstoffe Lagerstättenwasser Erdgas mit Lagerstättenwasser und Raffinerie schw
Slide 5: Lagerstättenwassertransport
Lagerstättenwassertransport > Lagerstättenwasser wird gemeinsam mit dem Erdgas an die Oberfläche gefördert und Obertage aufbereitet Transport Förderung & Aufbereitung Reinigung Rückführung Geologische Formation RWE Dea AG 08.12.2011 LaWa-Austritt Völkersen Nord Z1 Seite 5
Slide 6: Zusammensetzung Lagerstättenwasser
Zusammensetzung Lagerstättenwasser sonstige Aromaten Kohlenwasserstoffe 0,02% 0,01% Benzol Wasser 0,05% 99,78% Salze 0,15% Andere Wasser 0,22% Salze sonstige Kohlenwasserstoffe Aromaten Benzol RWE Dea AG <Datum> Ändern über Einfügen / Kopf und Fußzeile... Seite 6
Slide 7: Lagerstättenwasseraustritt Völkersen Nord Z1
Lagerstättenwasseraustritt Völkersen Nord Z1 Zeitliche Abfolge > 22.08.11, 17:45 Uhr: Leckage bei 2-3 täglicher Kontrolle entdeckt - Lagerstättenwasserleitung sofort stillgelegt > 23.08.11: Behördeninformation und Schadenslokalisierung > ab 24.08.11: Regelmäßige Gespräche mit den zuständigen Behörde
Slide 8: Lagerstättenwasseraustritt Völkersen Nord Z1
Lagerstättenwasseraustritt Völkersen Nord Z1 > Schadensbild: – Bodenverunreinigung: ca. 8 x 10 m² – Grundwasserverunreinigung: Radius von 18 m – Benzolschaden aus Lagerstättenwasser ist auf das betrieblich genutzte Gelände der RWE Dea beschränkt Nach Einschätzung des Sachverständigen und der zuständ
Slide 9: Schadensursache
Druckluft zur Schadensursache Identifizierung des Schadens > Defekte Erdarmatur (Kugelhahn) der Lagerstättenwasserleitung Völkersen Nord Z1 > Die Schadensbegutachtung erfolgt derzeit durch den TÜV > Konsequenzen aus Schadensfall: 1. Geräuschmessung Defekte Erdarmatur (Kugelhahn) 2. Monatliche Dichth
Slide 10: Sanierungskonzept
Sanierungskonzept 1. Bodenaushub mit ordnungsgemäßer Entsorgung (Bodenwäsche) 2. Errichtung einer Grundwassersanierungsanlage • Förderung des Grundwassers mittels zwei Sanierungsbrunnen • Absenkung des Grundwassers: Sicherung + Sanierung • Abreinigung des Förderwassers mittels Aktivkohlefilter (zwei
Slide 11: Sanierungskonzept
Sanierungskonzept b 18 m b b Beprobung mit Befund Beprobung ohne Befund Beobachtungsbrunnen b Bodenaushub Sanierungsbrunnen Versickerungsfläche Aufbereitungsanlage RWE Dea AG 08.12.2011 LaWa-Austritt Völkersen Nord Z1 Seite 11
Slide 12: Reinigungskreislauf Grundwassersanierungsanlage
Reinigungskreislauf Grundwasser- sanierungsanlage Aktiv- kohle Sanierungs- brunnen Betriebsplatz Versickerung Boden 4m Grundwasser Verunreinigung 18 m RWE Dea AG 08.12.2011 LaWa-Austritt Völkersen Nord Z1 Seite 12
Slide 13: Lageplan der Völkersen Nord Z1
Lageplan der Völkersen Nord Z1 Richtung Posthausen ca. 500 m ca. 200 m Schadensbereich mit Radius von ca. 18 m Unbelastete Brunnen Richtung Langwedel RWE Dea AG 08.12.2011 LaWa-Austritt Völkersen Nord Z1 Seite 13
Slide 14: Grundwassersanierungsanlage
Grundwassersanierungsanlage Aktivkohlefilter Sanierungs- brunnen Versickerungs- becken RWE Dea AG 08.12.2011 LaWa-Austritt Völkersen Nord Z1 Seite 14
Slide 15: Benzolkonzentration im Förderwasser
Benzolkonzentration im Förderwasser 6000 5000 Konzentration in µg/l 4000 Inbetriebnahme Sanierungsanlage Benzol [µg/L] 3000 BTEX [µg/l] Linear (BTEX [µg/l]) 2000 1000 0 25.8 4.9 14.9 24.9 4.10 14.10 24.10 3.11 13.11 23.11 3.12 13.12 Datum Abwärtstrend erkennbar. RWE Dea AG 08.12.2011 LaWa-Austritt V
Slide 16: Betriebsorganisation
Betriebsorganisation > Sämtliche Betriebsanlagen der RWE Dea werden auf Basis der jeweils geltenden technischen Regeln und Vorschriften wie z.B. VAwS, WHG, DIN, BetrSiV usw geplant und per Betriebsplan beantragt. > Nach bergrechtlicher Zulassung erfolgt der Bau der Anlagen unter Einsatz zertifiziert
Slide 17: Betriebsorganisation
Betriebsorganisation > Wartung und Instandhaltung der Anlagen sowie Dokumentation der ausgeführten Arbeiten erfolgt über SAP-PM. > Die bei RWE Dea angewendeten Verfahren und Abläufe werden jährlich auditiert. Das letzte Audit im September 2011 durch DNV wurde erfolgreich bestanden. > Es gibt eine be
Slide 18: Fazit
Fazit > Der Schadensfall ist auf das betrieblich genutzte Gelände der RWE Dea begrenzt. > Sanierung läuft erfolgreich. > Konsequenzen wurden gezogen: 1. Geräuschmessung 2. Monatliche Dichtheitsprüfung 3. Prophylaktischer Austausch aller Kugelhähne (flüssigkeitsdichte Schächte mit Leckage Überwachung
Slide 19: Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit RWE Dea AG 08.12.2011 LaWa-Austritt Völkersen Nord Z1 Seite 19
Slide 20: Backup
Backup RWE Dea AG 08.12.2011 LaWa-Austritt Völkersen Nord Z1 Seite 20
Slide 21: Hintergrundinfo zum Thema Fracking
Hintergrundinfo zum Thema Fracking konventionell unkonventionell Erfahrung in Deutschland sehr umfangreich fast keine Tiefe ca. 5.000 m ca. 100 bis 2.000 m (USA) Volumen eingesetztes Wasser klein (einige 100 m³) sehr groß (bis zu 20.000 m³) bei RWE Dea kein Einsatz von Giftigkeit Fracflüssigkeit gif
Slide 22: Geologischer Schnitt mit für die Gewinnung von Trinkwässern relevanten Bohrungen
Geologischer Schnitt mit für die Gewinnung von Trinkwässern relevanten Bohrungen Trinkwasserhorizonte +120 m NN +120 m NN -240 m NN -240 m NN -4700 m NN 33 Kilometer Frac
Slide 23: Hydraulic Fracturing
Hydraulic Fracturing > „Hydraulic fracturing“: Rissbildung mit Hilfe einer Flüssigkeit (Druck und Rate). > Riss wird während des Vorgangs mit Stützmittel gefüllt, um ein Schließen des Risses zu verhindern. > Ein Frac steigert die Produktivität und Reserven einer Bohrung. > Während eines typischen Fr
Slide 24: Hydraulic Fracturing
Hydraulic Fracturing > Die Konzentration der Zusatzstoffe ist so niedrig, dass die verwendete Mischung nach Gefahrstoffverordnung nicht gefährlich ist. > Es ist zu unterscheiden zwischen konventionellem Gas (aus Sandstein) und unkonventionellem Gas (aus Schiefergestein). > RWE Dea fördert ausschließ
Slide 25: Zusatzstoffe in der Frac-Flüssigkeit
Zusatzstoffe in der Frac-Flüssigkeit Süsswasser Zusätze; 4,75% Kaliumsalz Biopolymer aus Guarkernmehl Glycerin / Zirkoniumnitrilotrisethanolat Bor-Verbindung Süsswasser: Kaliumcarbonat 95,25 % Essigsäure / Ammoniumacetat (organische Säure) Chlorige Säure (Natriumsalz) / Natriumchlorid Polyacrylat Or
Slide 26: Zusatzstoffe in der Frac-Flüssigkeit
Zusatzstoffe in der Frac-Flüssigkeit Essigsäure / Chlorige Säure Ammoniumacetat (Natriumsalz) / Polyacrylat; 0,10% (organische Säure); Natriumchlorid; 0,11% 0,14% Orangenextrakt; Kaliumcarbonat; 0,12% Bor-Verbindung; 0,30% 0,01% Glycerin / Zirkonium- Biopolymer aus nitrilotrisethanolat; Guarkernmehl
Slide 27: Zusatzstoffe in der Frac-Flüssigkeit
Zusatzstoffe in der Frac-Flüssigkeit Zusammensetzung / Bezeichnung Verwendung Konzentration chemische Familie Süsswasser Süßwasser 95,25% Kaliumsalz Kaliumchlorid Seifenfabrikation, Düngesalz 3,00% Gemüse, Verdickungsmittel in Biopolymer aus Guarkernmehl Vergelungsmittel 0,95% Lebensmitteln Lebensmi
Slide 28: Konventionelles vs unkonventionelles Gas
Konventionelles vs unkonventionelles Gas konventionell unkonventionell Erfahrung in Deutschland sehr umfangreich fast keine Tiefe ca. 5.000 m ca. 100 bis 2.000 m (USA) Volumen eingesetztes klein (einige 100 m³) sehr groß (bis zu 20.000 m³) Wasser bei RWE Dea kein Einsatz von auch giftig, auch Giftig
Slide 29: 4.920 m = ca. 15 Eiffeltürme
Wo im Bohrloch wird ein Frac (Riss) platziert? 4.920 m = ca. 15 Eiffeltürme Frac in der Havel- Lagerstätte; Höhe 50 m, Länge 240 m RWE Dea AG Hydraulic Fracturing 16.01.2012 Seite 29