Kws Saat Se & Co Kgaa · XETR:KWS

Kws Saat Se & Co Kgaa — Investor Presentation (July 2020)

96 slides from Kws Saat Se & Co Kgaa's investor presentation, Jul 30, 2020

  1. Slide 1: Grundlagen des Rübenanbaus

    . Grundlagen des Rubenanbaus

  2. Slide 2: Inhaltsverzeichnis

    Inhaltsverzeichnis  Allgemeines  Anbau, Bodenbearbeitung und Aussaat  Nährstoffversorgung  Pflanzenschutz  Krankheiten und Schädlinge  Ernte  Lagerung  Nutzung Quelle: KWS 2 Grundlagen des Rübenanbaus 30.07.2020

  3. Slide 3: Allgemeines

    Allgemeines 30.07.2020

  4. Slide 4: Allgemeines – Vorteile der Zuckerrübe

    Allgemeines – Vorteile der Zuckerrübe  Zuckerrüben werden im März/April gesät und von Mitte Sep.-Dez geerntet  wichtiger Lebensraum für Kleintiere durch die lange Vegetationszeit  Ausnutzung von Sonneneinstrahlung bis in den Herbst  hohe Wassernutzungseffizienz  Nutzung auch von spät mineralisi

  5. Slide 5: Rüben-Quiz

    Rüben-Quiz  Wie viele Stück Zucker kann man aus einer Zuckerrübe gewinnen?  60 Stücke  Mit dem Zucker aus einem Hektar Zuckerrüben kann man…  … ca. 4 Mio. Stückchen Würfelzucker  … rund 40.000 Gläser Nuss-Nougat- Creme  … fast 240.000 Tafeln Schokolade  … mehr als 320.000 Liter Cola …herstell

  6. Slide 6: Anbau

    Anbau 30.07.2020

  7. Slide 7: Standortansprüche

    Standortansprüche  tiefgründige, strukturstabile Lössböden  anmoorige und sandige Böden, wenn die Wasser- und Nährstoffversorgung gesichert ist  grundsätzlich ist aber der Anbau auf nahezu allen Ackerböden möglich, bedarf je nach Boden aber besondere Maßnahmen  möglichst steinfreie Böden  keine

  8. Slide 8: Allgemeines: Rübenfruchtfolgen

    Allgemeines: Rübenfruchtfolgen  Zuckerrübe ist die bestimmende Fruchtart und das „tragende“ Glied für nachfolgendes Getreide  typische Fruchtfolge in Deutschland: Zuckerrübe-Winterweizen-Winterweizen-Wintergerste-Zwischenfrucht  weite Abstände (mind. 2 Jahre Anbaupause in Deutschland) für ein hoh

  9. Slide 9: Ausfallraps in Zuckerrüben

    Ausfallraps in Zuckerrüben  in Fruchtfolgen mit Raps kann vermehrt Unkrautraps in Zuckerrüben auftreten  Raps ist eine Wirtspflanze für Nematoden  das Hauptwurzelwachstum vom Ausfallraps trifft mit den hohen Bodentemperaturen im Sommer zusammen, was die Nematodenvermehrung begünstigt Maßnahmen 

  10. Slide 10: Mais als Vorfrucht zu Rübe

    Mais als Vorfrucht zu Rübe Herbizide Ernte Der Anbau von Rübe nach Mais  Kein Mesotrione  trockene Bedingungen ist grundsätzlich nicht ideal. Sollte (Calaris, Callisto)  Verdichtungen vermeiden  Keine Triketone dies dennoch durchgeführt  Pflug/tief wendende BB werden, sind diese Punkte zu nach

  11. Slide 11: Rübe als Vorfrucht zu Mais

    Rübe als Vorfrucht zu Mais Herbizide Düngung  Ethofumesat in sehr hohen  geringe Nmin-Gehalte nach Rübe zu erwarten Aufwandmengen &  Kali Düngung, Rücklieferung Blatt! Überlappungsbereichen Hoher Bedarf bei Mais problematisch  Gärreste bodenschonend & verlustfrei vor der Saatbettbereitung einset

  12. Slide 12: Bodenbearbeitung

    Bodenbearbeitung 30.07.2020

  13. Slide 13: Die erfolgreiche Bodenbearbeitung beginnt mit der Ernte der Vorfrucht

    Die erfolgreiche Bodenbearbeitung beginnt mit der Ernte der Vorfrucht  gleichmäßige Strohverteilung auf der gesamten Schnittbreite  kurze Häcksellänge  möglichst trockene Bedingungen beim Mähdrusch  nasses (klammes) Stroh häckselt und verteilt sich schlechter  früh räumende Sorten als Vorfrucht

  14. Slide 14: Stoppelbearbeitung

    Stoppelbearbeitung  erste Bodenbearbeitung möglichst zeitnah nach der Ernte durchführen  flach: ganzflächige, flache Bodenbearbeitung, nur so tief wie nötig, begünstigt Verrotten der Ernterückstände der Vorfrucht  fein: grobe Kluten vermeiden, um Unkräuter und Ausfallgetreide schnell zum Keimen z

  15. Slide 15: Allgemeine Bodenbearbeitungsverfahren

    Allgemeine Bodenbearbeitungsverfahren Grundbodenbearbeitung + Saatbettbereitung + Saat mit Pflug Grundbodenbearbeitung + Saatbettbereitung mit Saat Grundbodenbearbeitung + Saatbettbereitung + Saat Grundbodenbearbeitung + Saatbettbereitung mit Saat ohne Pflug (konservierend) alle Arbeitsgänge kombini

  16. Slide 16: Arten der Bodenbearbeitung

    Arten der Bodenbearbeitung  tiefgründige Lockerung des Bodens, bis zu 30 cm tief  flache Bodenbearbeitung  einmischende Bodenbearbeitung  Tiefenlockerung (Herbst oder Frühjahr) das optimale Bodenbearbeitungsverfahren ist betriebsindividuell und von vielen Faktoren abhängig 16 Grundlagen des Rübe

  17. Slide 17: Schäden durch mangelhafte Einmischung der Erntereste

    Schäden durch mangelhafte Einmischung der Erntereste (Strohmatten) 17 Grundlagen des Rübenanbaus

  18. Slide 18: Bodenbearbeitung & Saatbettbereitung

    Bodenbearbeitung & Saatbettbereitung bei sandigen Böden Erosionsrisiko, bei schweren Böden Risiko von Beinigkeit, Pflanzenverluste Ertragsverlusten Vermeidung durch Mulchsaat Vermeidung durch Bodenlockerung 18 Grundlagen des Rübenanbaus

  19. Slide 19: Saatbettbereitung

    Saatbettbereitung  Ziel ist es ein feinkrümliges, lockeres, weichfederndes Saatbett herzustellen, ca. 3 bis max. 10 cm tief  Belüftung des Bodens im Frühjahr zur besseren und schnelleren Erwärmung  Verdichtung des Bodens vermeiden  ebenes, gleichmäßiges Saatbett  mechanische Unkrautbekämpfung 

  20. Slide 20: Saatbettbereitung

    Saatbettbereitung Saatbett nach Pflugfurche Saatbett mit Mulchauflage nach Kreiselegge 20 Grundlagen des Rübenanbaus

  21. Slide 21: Mulchsaat

    Mulchsaat  Pflanzenmulch bedeckt vor und nach der Aussaat die Bodenoberfläche  reduzierte Bodenbearbeitung  Saatbettbereitung mit Kreiseleggen oder Saatbettkombinationen  Aussaat mit Einzelkornsägerät mit Schneid- oder Räumscheiben  Vorteile der Mulchsaat:  reduziert das Risiko von Bodenversch

  22. Slide 22: Schlitzsaat / Strip Till

    Schlitzsaat / Strip Till  streifenweise Bearbeitung des Bodens  Saat erfolgt parallel oder absätzig  Streifen können auch bereits im Herbst angelegt werden  streifenweise tiefe Lockerung des Bodens  Vorteile  verbessere Wassereffizienz  Erosionsschutz  erhöhte Tragfähigkeit des Bodens  Förd

  23. Slide 23: Mulchdeckungsgrad in Abhängigkeit vom Bodenbearbeitungsverfahren

    Mulchdeckungsgrad in Abhängigkeit vom Bodenbearbeitungsverfahren Mulchdeckungsgrad in % 50 zunehmende Bearbeitungsintensität 40 abnehmender Erosionsschutz 30 20 10 0 MSoS* MSmS* Strohmulch Frühjahrsfurche Herbstfurche Bonitur nach der Aussaat *Mit Zwischenfrucht Gelbsenf MSoS = Mulchsaatverfahren oh

  24. Slide 24: Aussaat

    Aussaat 30.07.2020

  25. Slide 25: Zuckerrüben werden in Reihen gesät

    Zuckerrüben werden in Reihen gesät 25 Grundlagen des Rübenanbaus

  26. Slide 26: Aufbau Säaggregat am Beispiel Unicorn

    Aufbau Säaggregat am Beispiel Unicorn 3 Standardaggregat Quelle: Kverneland 26 Grundlagen des Rübenanbaus

  27. Slide 27: Aufbau Säaggregat am Beispiel Unicorn

    Aufbau Säaggregat am Beispiel Unicorn 3 Mulchsaataggregat Quelle: Kverneland 27 Grundlagen des Rübenanbaus

  28. Slide 28: Ablage des Saatguts (schematisch)

    Ablage des Saatguts (schematisch) ca. 2-3 cm Quelle: KWS 28 Grundlagen des Rübenanbaus

  29. Slide 29: Saattiefe

    Saattiefe optimal, wenig Bedeckung / zu tief, viel Bedeckung Die Zuckerrübenpille sollte 2-3 cm tief abgelegt werden. Die Ablage der Pille sollte dabei auf einer gut rückverfestigten Schicht, um den Kapillaranschluss zu gewährleisten, erfolgen. Quelle: KWS 29 Grundlagen des Rübenanbaus

  30. Slide 30: Aussaatstärke

    Aussaatstärke  Bestandesdichte von 80.000 bis 100.000 Pflanzen/ha zur Ernte  Aussaatstärke von ca. 110.000 Pflanzen/ha um eventuelle Ausfälle auszugleichen Quelle: KWS 30 Grundlagen des Rübenanbaus

  31. Slide 31: Saatgutrechner und Aussaat-Tabelle Pflanzenbestand

    Saatgutrechner und Aussaat-Tabelle Pflanzenbestand 45 cm Reihenabstand Saatkornabstand Aussaat in Feldaufgang (%) in der Reihe Pillen je 50 60 70 80 90 (cm) ha Pflanzenzahl (1000 / ha) 18 123456 62 74 87 99 112 19 116959 59 70 82 94 105 20 111111 56 67 78 89 100 21 105820 53 64 74 85 95 22 101010 51

  32. Slide 32: Einfluss des Aussaattermins auf den Ertrag

    Einfluss des Aussaattermins auf den Ertrag  früh gesäte Rüben bringen meist höhere Erträge als später gesäte  frühere Aussaat führt zu früherem Bestandesschluss, der Bestand profitiert früher von der max. Einstrahlung  Witterung im Laufe der Vegetation, insbesondere die Niederschlagsverteilung, k

  33. Slide 33: Sortenwahl

    Sortenwahl  Verwendungszweck (Zucker-, Futter- oder Energieproduktion)  Standort  Fruchtfolge: bei Maisanbau ggf. Rhizoctonia-Sorte empfehlenswert  Schaderreger  Nematoden  Cercospora  Rhizoctonia Ihr KWS Berater hilft die beste Sorten für Sie zu finden Quelle: KWS 33 Grundlagen des Rübenanba

  34. Slide 34: Standortangepasste Sortenwahl – Ihr Land, Ihre Entscheidung, Ihre Sorte

    Standortangepasste Sortenwahl – Ihr Land, Ihre Entscheidung, Ihre Sorte KWS ermöglicht die standortangepasste Sortenwahl für die maximale Produktivität Ihrer Ackerfläche FLORENTINA KWSRZ JELLERA KWSRZ 2.0#CR CAPRIANNA KWSRZ 2.0#NT BREEDA KWSRZ 2.0#RHC#CR ISABELLA KWSRZ plus (CELESTA KWSRZ plus) ANNA

  35. Slide 35: Saatgutreste richtig lagern

    Saatgutreste richtig lagern  Zuckerrübensaatgut ist für die Aussaat im Jahr der Auslieferung vorgesehen  Zuckerrübensaatgut ist Umwelteinflüssen und natürlichen Alterungsprozessen ausgesetzt  ungünstige Lagerungs- oder Feldaufgangsbedingungen können die Triebkraft von überlagertem Saatgut beeinfl

  36. Slide 36: Entwicklung der Zuckerrüben

    Entwicklung der Zuckerrüben - vom Saatgut bis zur Zuckerrübenernte - EC 0-9 EC 10 EC 12 EC 14 EC 17 EC 31-39 Keimung EC 49 Jugendentwicklung Rosettenwachstum (Schließen des Bestandes) Entwicklung des Rübenkörpers Quelle: KWS 36 Grundlagen des Rübenanbaus

  37. Slide 37: Entwicklung

    Entwicklung April Anfang Mai 37 Grundlagen des Rübenanbaus

  38. Slide 38: Rübenwurzel im Bodenprofil

    Rübenwurzel im Bodenprofil 38 Grundlagen des Rübenanbaus

  39. Slide 39: Entwicklung

    Entwicklung Ende Mai Mitte Juni 39 Grundlagen des Rübenanbaus

  40. Slide 40: Schossermanagement

    Schossermanagement  Schossen ist der Übergang von der vegetativen in die generative Wachstumsphase u. die Voraussetzung für die Arterhaltung bei Beta ssp.  durch eine Kälteperiode kann der Schossreiz induziert werden  Schosser bilden Samen aus, die die Fläche langfristig für den Rübenanbau ungeei

  41. Slide 41: Nährstoffversorgung

    Nährstoffversorgung

  42. Slide 42: Grundnährstoffe: Kalium

    Grundnährstoffe: Kalium  Kalium hat einen positiven Einfluss auf Ertrag und Zuckergehalt  die höchsten Zuckergehalte werden bei K- Gehalten von 35 bis 40 mmol/kg Rübe erreicht  liegen die Werte mehrjährig darunter, empfiehlt es sich, die K-Düngung über den Entzug hinaus zu erhöhen  Düngebedarf u

  43. Slide 43: Grundnährstoffe: Phosphor

    Grundnährstoffe: Phosphor  der mittlere Phosphordüngebedarf beträgt ca. 80 kg P2O5/ha, der den jungen Rüben zur Verfügung stehen muss  als P-Dünger eignet sich aufgrund guter Löslichkeit und aus finanzieller Hinsicht besonders Diammonphosphat (DAP)  der enthaltende Stickstoff ist bei der Ermittlu

  44. Slide 44: Grundnährstoffe: Magnesium

    Grundnährstoffe: Magnesium  Kornkali mit einem MgO-Gehalt von 6 % trägt zur Bedarfsdeckung bei  werden z.B. 6 dt/ha Kornkali gedüngt, so werden dem Boden hiermit 240 kg/ha K2O zugeführt.  diese Menge enthält 36 kg/ha Magnesium  besonders bei der Verwendung magnesiumarmer Kalke muss der Magnesium

  45. Slide 45: Schwefel

    Schwefel  Düngebedarf ist abhängig von der Bodenart  die Notwendigkeit kann u. a. durch Pflanzenanalysen überprüft werden  der Grenzwert in der Pflanze liegt bei etwa 0,35 % Schwefel in der Trockensubstanz  der Pflanzenbedarf der Rübe beträgt 20-30 kg S/ha Quelle: KWS Quelle: Jörg Schaper, Annet

  46. Slide 46: Bor und Mangan

    Bor und Mangan  Bormangel kann in trockenen Jahren vor allem auf Sandböden mit pH-Werten über 7 auftreten  mit einer Blattspritzung von 500 g Bor/ha zum Reihenschluss lässt sich die durch Bormangel bedingte Herz- und Trockenfäule verhindern  Rüben haben auch einen relativ hohen Manganbedarf, soda

  47. Slide 47: N-Düngung

    N-Düngung  die N-Düngung wird über das Sollwertsystem standortgerecht angepasst  Nmin-Beprobung sinnvoll  das Sollwertsystem berücksichtigt neben dem Zwischenfruchtanbau auch weitere standortabhängige Faktoren wie org. Düngung und das N-Nachlieferungsvermögen des Bodens  diese Sollwertkorrektur

  48. Slide 48: Organische Düngung

    Organische Düngung  aufgrund der langen Vegetationszeit und des hohen P- und K-Bedarfes zu Zuckerrüben geeignet  aktuelle Analyse des verwendeten Düngemittels zur Düngebedarfsermittlung  Verfügbarkeiten sind abhängig von Standort, Witterung, Ausbringungsverlusten, Bodeneigenschaften  Eignung zur

  49. Slide 49: Beispiel für eine N-Düngeplanung zu Zuckerrüben bei Einsatz von Gärresten im Frühjahr

    Beispiel für eine N-Düngeplanung zu Zuckerrüben bei Einsatz von Gärresten im Frühjahr Quelle: Jörg Schaper, Annette Hoffmann, Landwirtschaftskammer Niedersachsen 49 Grundlagen des Rübenanbaus 30.07.2020

  50. Slide 50: Pflanzenschutz

    Pflanzenschutz

  51. Slide 51: Unkrautbekämpfung

    Unkrautbekämpfung  Konkurrenz durch Unkräuter besonders im 2-6- Blatt-Stadium der Zuckerrübe  frühzeitige Beseitigung der Unkräuter im Jugendstadium  vollständige Kontrolle der Verunkrautung  hohe Wirkungsgrade von über 90%  aktives Resistenzmanagement mit Wirkstoffwechsel  Vermeidung von Spät

  52. Slide 52: Problemunkräuter in Zuckerrüben

    Problemunkräuter in Zuckerrüben Weißer Gänsefuß Kamille Zweizahn Klettenlabkraut Amarant Vogelknöterich Bingelkraut Hundspetersilie Raps (Ölrettich,Senf) 52 Grundlagen des Rübenanbaus

  53. Slide 53: Herbizideinsatz - Empfehlungen

    Herbizideinsatz - Empfehlungen  NAK ist Standardverfahren (Nachauflauf im Keimblatt der Unkräuter)  kein Herbizidstress für den Keimling bis zur NAK 1  unter Umständen VA-Anwendungen möglich  witterungsbedingte Anpassung der Aufwandmengen bei NAK 2 & 3 möglich  nasskalte Witterung mit Nachfrost

  54. Slide 54: Beregnung

    Beregnung  Gründe für eine Beregnung  beregnungsbedürftiger Standort, geringe Niederschlagsmenge und ungünstige Niederschlagsverteilung, negative klimatische Wasserbilanz, schlechte Wasserspeicherfähigkeit des Bodens  Stabilisierung der Rübenerträge und Qualitäten (geringer Anteil Melassebildner)

  55. Slide 55: Krankheiten

    Krankheiten

  56. Slide 56: Bekämpfungsschwellen Blattkrankheiten

    Bekämpfungsschwellen Blattkrankheiten (Misch)Infektionen mit Cercospora, Ramularia, Mehltau und Rost Quelle: KWS 56 Grundlagen des Rübenanbaus 30.07.2020

  57. Slide 57: Cercospora-Blattfleckenkrankheit

    Cercospora-Blattfleckenkrankheit Cercospora beticola  häufig Mischinfektionen mit Ramularia und Mehltau  Schadbild  ab Ende Juni 2-3 mm große, rundliche dunkle Blattflecken, von einem Rand umgeben  schwarze Punkte im Fleck  die Blätter sterben ab und vertrocknen  Bedeutung  Verluste im Rübene

  58. Slide 58: Rizomania

    Rizomania Beet necrotic yellow vein virus  seit mehr als 50 Jahren bekannt  sehr hohe wirtschaftliche Bedeutung Typischer Wurzelbart sowie  enorme Ertragsverluste bis zu 50% „Steckrübenkopf-artiger“  weltweit rasante Ausbreitung in allen wichtigen Rübenkörper Zuckerrübenanbaugebieten  Symptome

  59. Slide 59: Späte Rübenfäule

    Späte Rübenfäule Rhizoctonia solani  Fäule am Rübenkörper  Schadbild  nesterweiser Befall ab August  Pflanzen welken von außen nach innen  vergilbte Blätter liegen sternförmig am Boden  Pflanze treibt noch vereinzelt Blätter aus bevor sie abstirbt  trockene Faulstellen bis weit in die Rübe 

  60. Slide 60: Syndrome Basses Richesses (SBR)

    Syndrome Basses Richesses (SBR)  Schilfglasflügelzikade überträgt durch Saugen an den Pflanzen Bakterien, die SBR hervorrufen  Vorkommen  Frankreich (seit 1991), Ungarn (2005)  DE: Baden-Württemberg, Rheinland, Elbaue Quelle: ITB 2002  Lebenszyklus  überwintern als Nymphen in 2-3 Blattstadium

  61. Slide 61: Syndrome Basses Richesses (SBR)

    Syndrome Basses Richesses (SBR)  besonders gefährdete Gebiete: Zuckerrübenanbaugebiete mit hohem Winterweizenanteil  Schadbild  Symptome von September bis Oktober  Vergilbung, Verschmälerung der Herzblätter  kleinere Rüben, gebräunte Gefäße  verminderter Zuckergehalt um 2-7 %  vorbeugende Maß

  62. Slide 62: Vergilbungsviren

    Vergilbungsviren  BMYV (Beet Mild Yellowing Virus)  BYV (Beet Yellows Virus)  grüne Herzblätter, umgeben von einem Kranz  frühe Symptome: Adernaufhellung/-vergilbung der leuchtend gelber Blätter jüngsten Blätter  späte Infektionen: lokale Vergilbungen, von den  später: Vergilbung von der Spitz

  63. Slide 63: Schädlinge

    Schädlinge

  64. Slide 64: Bekämpfungsrichtwerte

    Bekämpfungsrichtwerte Schaderreger Vorläufiger Bekämpfungsrichtwert Moosknopfkäfer (Atomaria linearis) 20% geschädigte Pflanzen bis BBCH 14 20% Blattfläche vernichtet oder 40% geschädigte Pflanzen bis Rübenerdfloh (Chaetocnema sp.) BBCH 12 Anteil mit Larven (Minen) befallener Pflanzen Rübenfliege (P

  65. Slide 65: Nematoden

    Nematoden  Fadenwürmer, die am Rübenkörper saugen  große wirtschaftliche Bedeutung  Schadbild  Wachstumsrückstand ab Mitte Mai  nesterweise schnelleres Welken  Aufhellung des Blattapparates  verstärke Seitenwurzelbildung, Wurzelbart  weiße Zysten an der Wurzel  Ertragsverluste von über 20 %

  66. Slide 66: Mit Nematoden-toleranten Sorten langfristig Erträge absichern

    Mit Nematoden-toleranten Sorten langfristig Erträge absichern Quelle: KWS 66 Grundlagen des Rübenanbaus

  67. Slide 67: Rübenkopfälchen

    Rübenkopfälchen Ditylenchus dipsaci  Schadbild  Verdickung des Hypokotyls  jüngste Blätter zeigen Missbildungen  schorfartige, rissige Stellen am Rübenkopf, die sich später dunkel verfärben  große, sich immer weiter ausbreitende Löcher  sekundäre Infektionen, Rübenkopffäule  Ertragsverluste b

  68. Slide 68: Schwarze Bohnen- oder Rübenlaus

    Schwarze Bohnen- oder Rübenlaus Aphis fabae Scop.  Schadbild  Wachstumsrückstand  Blätter kräuseln sich  Honigtau an Blättern  Maßnahmen zur Schadensminderung  1-2x/Woche Blattlausmonitoring  Schadschwelle beachten  30 % Befall bis BBCH 39  50 % Befall ab BBCH 39  ab Mitte Juli nicht mehr

  69. Slide 69: Grüne Pfirsichblattlaus

    Grüne Pfirsichblattlaus Myzus persicae  überträgt die zwei wichtigsten Viren (BMYV, BYV) im Zuckerrübenanbau  milder Winter erhöht das Befallsrisiko  stärkste Schäden bei frühem Befall  Schadbild  sitzt oft an den Herzblättern  deutliche Ertragsverluste  Zuckerverluste bis 50% möglich  Maßna

  70. Slide 70: Rübenmotte

    Rübenmotte Scrobipalpa ocellatella  Schadbild  Larven spinnen Herzblätter mit feinen Fäden zusammen und zerfressen sie  Blattstielen und Rübenkopf zeigen tiefe Gänge, teils mit dunklem Kot  sekundäre Fäulnis verhindert die Blattneubildung  Herzblätter und Rübenkopf färben sich Braunschwarz und

  71. Slide 71: Erdfloh

    Erdfloh Chaetocnema concinna Schadbild  Fenster- und Lochfraß an Keim- und Laubblättern  Unterscheidung zum Moosknopfkäfer:  kein beschädigtes Hypokotyl  Schadensschwelle  20% Blattfläche vernichtet oder 40% geschädigte Pflanzen bis BBCH 12  Bekämpfung  einziger Wirkstoff:  lambda Cyhalotrin

  72. Slide 72: Rübenderbrüsseler

    Rübenderbrüsseler Bothynoderes punctiventris  Auftreten v.a. in Österreich  Schadbild  Fraßschäden bis Totalausfall an jungen Rübenpflanzen  Fraßschäden am Rübenkörper  Ertragseinbußen  vorbeugende Maßnahmen  Fallrillen um Rübenschläge  Pheromonfallen  Insektizide geringe bis keine Wirkung

  73. Slide 73: Ernte

    Ernte 30.07.2020

  74. Slide 74: Erntezeitpunkt der Zuckerrübe

    Erntezeitpunkt der Zuckerrübe  Rodefolge festlegen:  „schwächere“ Schläge zuerst roden, da der Ertragszuwachs bei „guten und gesunden“ Beständen deutlich höher ist  Nutzung trockener Tage, da es unter feuchten Bedingungen zu Strukturschäden, höherem Erdanhang und mehr Rübenverletzungen durch eine

  75. Slide 75: Rodequalität

    Rodequalität Mangel: Mangel: Mangel: Mangel: Mangel: Mangel: Blattanhang, zu tief geköpft schräg Wurzelbruch Beschädigungen viel Erdanhang zu flach geköpft (keine geköpft größer 2 cm Ø (Schnitte, Risse, (grüne Verjüngung des Ø 3 cm = 5% Verlust Abschürfungen) Abhilfe: Blattansätze Rübenkörpers) Abhi

  76. Slide 76: Wo steckt der Zucker in der Rübe?

    Wo steckt der Zucker in der Rübe? Quelle: ifZ_Winner (1981) 76 Grundlagen des Rübenanbaus 30.07.2020

  77. Slide 77: Mehr Ertrag durch Entblätterung

    Mehr Ertrag durch Entblätterung  technische Lösungen zur Entblattung wurden in den vergangenen Jahren von verschiedenen Roderherstellern entwickelt  für Zuckerrüben zur Biogasverwendung bietet sich die Entblätterungsmethode an und führt zur Ertragssteigerung  Rüben werden nicht geköpft sondern nu

  78. Slide 78: Verlust an Rübenertrag durch unterschiedliche Köpfung

    Verlust an Rübenertrag durch unterschiedliche Köpfung 78 Grundlagen des Rübenanbaus 30.07.2020

  79. Slide 79: Lagerung

    Lagerung : 30107.2020 3

  80. Slide 80: Zuckerverluste durch Umsetzungsprozesse während der Lagerung

    Zuckerverluste durch Umsetzungsprozesse während der Lagerung Zucker Energiebedarf steigt Enzymatischer Umsatz  Lebenserhaltungsprozesse  Rübeneigene Enzyme  Wundheilung  Enzyme der Pathogene  Pathogenbefall  Wiederaustrieb Glucose + Fructose (Invertzucker) Energie + CO2 + H2O + Wärme Invertzuc

  81. Slide 81: Lagerungsverluste

    Lagerungsverluste steigen mit zunehmender Lagerungstemperatur und Lagerungsdauer Ernte 15. Sept.  27 Tage Lagerung** Lagerunsgverluste steigen Ernte 15. Okt.  71 Tage Lagerung** Temperatursumme während der Lagerung in °Cd* *Cd = Summe der Tagesdurchschnittstemperaturen > 0 °C während der Lagerung.

  82. Slide 82: Einfluss von starkem Frost bei der Lagerung von Zuckerrüben

    Einfluss von starkem Frost bei der Lagerung von Zuckerrüben Eisbildung Zerstörung der Zellwände Auftauen Austreten von zuckerhaltigem Zellsaft Befall mit Bakterien/Pilzen beschleunigte Umsetzung des Zuckers Bildung von Dextran* und hohe Invertzuckergehalte alterierte Rüben  starke Qualitätsminderun

  83. Slide 83: Mietenabdeckung mit Vlies reduziert Lagerungsverluste

    Mietenabdeckung mit Vlies reduziert Lagerungsverluste  Adeckung mit Folie wird nicht empfohlen  geringer Luftaustausch  Rüben trocknen schlecht ab  Abdeckung mit Vlies  guter Frostschutz  Schutz vor Temperaturschwankungen  Nässeschutz  trockene Rüben lassen sich besser abreinigen und haben g

  84. Slide 84: Zuckerverluste einer Rübenmiete mit und ohne Vliesabdeckung

    Zuckerverluste einer Rübenmiete mit und ohne Vliesabdeckung (1 Standort, Mittel aus 6 Jahren) 500 Zuckerverluste (g/t Rübe * Tag) 400 300 200 100 0 Mit Vliesabdeckung Ohne Vliesabdeckung Rübenmiete Quelle: nach Bürcky und Maier, 2005 84 Grundlagen des Rübenanbaus 30/07/2020

  85. Slide 85: Stressbedingungen beim Anbau erhöhen Lagerungsverluste

    Stressbedingungen beim Anbau erhöhen Lagerungsverluste Ungünstige Wachstumsbedingungen, wie z.B. Staunässe, Blatt- und Wurzelkrankheiten, nehmen erheblichen Einfluss auf die Lagerfähigkeit der Rüben. Die negativen Auswirkungen von pathogenen Stressfaktoren können durch eine passende Sorte verringert

  86. Slide 86: Beschädigungen an den Rüben erhöhen die Zuckerverluste

    Ernte – Beschädigungen an den Rüben erhöhen die Zuckerverluste während der Lagerung optimal geköpfte Rüben zu tief geköpfte Rüben starker Spitzenbruch 100 g Zucker/t/Tag* 150 g Zucker/t/Tag* 300 g Zucker/t/Tag* Handernte, intensive Beschädigung Handernte, 6 Wochen Lagerung Handernte, 6 Wochen Lageru

  87. Slide 87: Sanftes Roden und Abbunkern reduziert Beschädigungen

    Sanftes Roden und Abbunkern reduziert Beschädigungen und damit die Lagerungsverluste  Fahrgeschwindigkeit den Bodenbedingungen anpassen  Fallhöhe der Rüben so gering wie möglich  Entladeband weit absenken  Rüben in die Miete gleiten/rollen lassen  keine Rüben zerfahren (Miete schräg anfahren) 

  88. Slide 88: Der optimale Mietenlagerplatz

    Der optimale Mietenlagerplatz  keine tiefen Spuren im Untergrund oder neben der Miete  nicht in Senken, um Ablauf von Oberflächenwasser zu gewährleisten  parallel zu befestigten Wegen  bei Sackgassen  Wendemöglichkeit beachten  bei öffentlichen Straßen  eventuelle Genehmigungen  Abstand zum

  89. Slide 89: Mietenform

    Mietenform  kompakte/gerade Mieten (A-Form) und möglichst wenige Mieten pro Schlag  Mietenbreite:  bei Lademaus: Aufnahmebreite – 1,0 m  bei Vliesabdeckung: Breite des Rübenvlieses berücksichtigen  Mietenhöhe: 2 bis 3,5 m  gerade und glatte Mieten Quelle: In Anlehnung an LIZ 89 Grundlagen des

  90. Slide 90: Lagerungsverluste von Zuckerrüben - Einflussfaktoren

    Lagerungsverluste von Zuckerrüben - Einflussfaktoren Anbau Ernte Lagerung  Blattkrankheiten  Beschädigung  Mietenanlage  Wurzelkrankheiten stark  Köpfqualität  Nährstoffversorgung  Mietenschutz beeinflussbar  standortangepasste  Spitzenbruch Sorte beeinflussbar  Bestand  Erntezeitpunkt 

  91. Slide 91: Nutzungsrichtungen

    a eee ee a >. 27) é « « FOr fae. x Ra as AW Y ca Tr ay he De i) ae 4 Ee; | es / \ ., Glee ® % z é . g [ | Sr’? = = f p ty S {- 5 < ¢ i a Nutzungsrichtungen

  92. Slide 92: Zuckerproduktion

    Zuckerproduktion Quelle: Nordzucker 92 Grundlagen des Rübenanbaus

  93. Slide 93: Zuckerherstellung – Schritt für Schritt

    Zuckerherstellung – Schritt für Schritt  Rübenernte  Rübenprobe  Qualitätsbestimmung der Rübe  Wäsche und Zerkleinerung der Rüben  Extraktion des Zuckers in heißem Wasser  es entsteht Rohsaft  ausgelaugte Rübenschnitzel dienen als Futtermittel  Saftreinigung  Zucker und Nichtzuckerstoffe we

  94. Slide 94: Zuckerherstellung – Schritt für Schritt

    Zuckerherstellung – Schritt für Schritt  Safteindickung  dem Dünnsaft wird Wasser entzogen bis er als Dicksaft einen Zuckergehalt von circa 67 % hat  Kristallisation: der Dicksaft wird weiter eingedampft, der Saft beginnt zu kristallisieren  Zugabe von Impfkristallen führt zu gleichmäßiger Krist

  95. Slide 95: KWS Feedbeet für die Rinderfütterung

    KWS Feedbeet für die Rinderfütterung  KWS Feedbeet vereinen  einen hohen Trockenmasseertrag  einen geringen Erdanhang  ein umfassendes Resistenzpaket  Rüben als Futtermittel  höhere TS-Gehalte als herkömmliche Futterrüben  hohe und stabile Erträge (kosten- und flächeneffizient)  hoher Energi

  96. Slide 96: KWS Energierüben für die Biogasanlage

    KWS Energierüben für die Biogasanlage  erhöhte Prozessstabilität durch Zuckerrüben.  Steigerung des CH4-Gehaltes um bis zu 2 Prozentpunkte bei Zugabe von 25-30 % ZR  kurze Verweilzeit im Fermenter  bringt „schnelles Gas“  die Rübe ist feinregulativ  technische Lösungen zum Entsteinen vorhanden

KWS SAAT SE & Co. KGaA — Investor Presentation (July 2020) on 6ix